Oyo 2 Firmware seziert

Geschrieben von MMind am Donnerstag, 22. Dezember 2011 in Oyo

Heute hat Thalia ein erstes Firmware-Update für den Oyo 2 veröffentlicht. Zu finden ist es beispielsweise auf der Service- & Support-Seite. Neugierig wie ich bin habe ich natürlich gleich den einen oder anderen Blick drauf geworfen.

Technischer Unterbau

Ich hatte ja bereits in einem früheren Beitrag Überlegungen zum warscheinlichen technischen Unterbau angestellt. Und wie es aussieht hatte ich recht.

Das gesamte Image ist voll von Referenzen auf einen S3C2416. Um also die beworbenen 533MHz zu erreichen sitzt dort entweder ein übertakteter S3C2416 drin oder eben der früher erwähnte S3C2450, der die selbe Prozessor-ID besitzt wie der S3C2416 und es sich demzufolge ohne drauf zu schauen nicht feststellen lässt, welcher der beiden Prozessoren es nun ist.

Der Kernel ist, wie erwartet immernoch die 2.6.21-basierte Gurke — der abgestürzte Oyo 2 den ich letztens in der Thalia-Filiale gesehen habe ist also auch nicht weiter verwunderlich.

Weitere Fundstücke

Der Aufbau des restlichen Systems ist analog zur aktualisierten Oyo-1-Firmware. Interessant ist einzig /usr/local/ikanos/databases, den dort liegen das beworbene Lexikon und Wörterbuch. Interessant deshalb, da es sich um SQLite-Datenbanken handelt, die zum Beispiel mit einem Tool wie SQLiteBrowser bearbeitet werden können.

Ein Blick in die kompilierten Programme verrät auch, dass für das System scheinbar BuildRoot zum Einsatz kommt — in einer ziemlich eingestaubten Version von Oktober 2007.

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Oyo Firmwareupdate

Geschrieben von MMind am Montag, 19. Dezember 2011 in Oyo

Vor einigen Tagen hat Thalia unvermittelt das lange angekündigte Softwareupdate für den ersten Oyo veröffentlicht und neugierig wie ich bin, habe ich meinen Oyo mal aktualisiert. Die Entscheidung dazu fiel insofern einfach, da ich in letzter Zeit sowieso schon meist auf meinem Debian-System lese.

Neue Firmware auf dem Oyo 1

Die Berichte anderer Benutzer zu dieser Firmware-Version sind ja genauso negativ wie zu bisherigen Versionen. Auch in der Ansteuerung des Displays hat sich irgendwer nicht mir Ruhm bekleckert. Auf Sipix-Displays wird bei jedem Display-Update der nicht aktualisierte Bereich dunkler. Bisher waren die Updates so großflächig, dass dies nicht zu sehr auffiel. Mit der neuen Software sind die Display-Aktualisierungen oft so kleinteilig, dass an vielen Stellen Artefakte mit unterschiedlichen Helligkeiten entstehen.

Auch im Bereich Geschwindigkeit lassen sich interessante Beobachtungen machen. Letztens habe ich ja bereits über die unterschiedlichen Geschwindigkeitsangaben der beiden Display-Generationen in den Datenbklättern geschrieben. Im Live-Versuch mit identischer Software ist dies auch sehr deutlich zu sehen. Das Display der zweiten Generation ist deutlich träger — das Ältere wirkt dagegen ja fast schon richtig flott.

Auch ein Blick in das Firmware-Archiv, dass bei Thalia zu bekommen ist, ist recht aufschlussreich. Aus dem Verzeichnis »/usr/local/qisda« ist ein »/usr/local/ikanos« geworden. Das heißt wohl, das GUI ist komplett neu. Eine interessante Frage wäre, welche Firma dahinter steht. Bis jetzt habe ich Zwei gefunden, die diesen Namen tragen — zu finden unter ikanos.com und ikanos.de.

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Zeitmessung

Geschrieben von MMind am Montag, 12. Dezember 2011 in Oyo

Vor nicht all zu langer Zeit muss AUO — der Hersteller der Sipix-Displays — die Seite über eben diese Displays aktualisiert haben. Auf alle Fälle sind jetzt die Displays der aktuellen Generation — zum Beispiel im Oyo 2 verbaut — gelistet und nicht mehr die bereits ausgelaufene Vorgängergeneration.

Interessant sind die verfügbaren Displaytypen. Es gibt 6-Zoll-Displays mit und ohne In-Cell Touchscreen und ein 9-Zoll-Display mit Touchscreen. Soweit ich weiß ist auch ein Gerät in Planung, dass so ein touchscreen-loses Sipix-Display mit einem Infrarot-Touchscreen kombinieren soll. Inwieweit das Kontrastverhältnis von 12:1 besser als die 11:1 von Touchscreen-Displays sein wird, bleibt abzuwarten.

Besonders auffallend, im negativen Sinne, sind die dort genannten 960ms »update time« — also der Zeit bis zum Update des Displayinhaltes. Zu der Vorgängerserie ist mir irgendwann mal ein sogenanntes »Customer Approval Sheet« — Google sei dank — über den Weg gelaufen und dort wurde für diese Vorgängerserie eine »response time« von 300ms angegeben. Also entweder haben sich dieArt der Messung zwischen den Serien geändert oder die neuen Displays brauchen wirklich dreimal solange um den Display-Inhalt zu aktualisieren.

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