kleine Tintenkleckse

Geschrieben von MMind am Sonntag, 15. Mai 2011 in Oyo

In den letzten Tagen habe ich begonnen, mich etwas mit dem Display-Controller der Reader zu beschäftigen.

Der AUO-K1900 ist ein sogenannter FPGA (Field-programmable-Gate-Array), der von SiliconBlue hergestellt wird. FPGAs sind im Prinzip eine Sammlung von Schaltungselementen, deren Funktion erst später durch eine Konfiguration festgelegt wird und auch später noch änderbar ist.

Ist-Zustand

Wie alle anderen Teile des Original-Kernelcodes, sieht auch der Displaycode wüst aus. Im Prinzip wurde nichts anderes getan, als den Framebuffer-Treiber für den S3C2416 zu kopieren und das Display-Interface hinein zu hacken. Herausgekommen sind dabei stolze 242KB Quelltext.

Der erste Schritt war also, den ganzen Mist, der eh nie wieder benötigt wird, raus zu werfen. Danach habe ich versucht die ganzen ähnlichen Codeblöcke zusammenzufassen — also so in Funktionen auszulagern, dass das Funktionsprinzip besser erkennbar wird.

So ist die schiere Masse an Code schon mal auf 120KB zusammengeschrumpft und es lässt sich überblicken, was dort eigentlich passiert.

Das Interface

Das Interface zwischen Host-Framebuffer und dem K1900 wird meist »Intel 8080-like I80 interface« genannt. Allgemeinere Dokumentation dafür zu finden ist scheinbar fast unmöglich und es scheint im Umfeld des Linux-Kernels bis jetzt auch noch nicht verwendet worden zu sein. Es ist vom Aufbau aber auch nicht so dramatisch, denn es werden einfach nacheinander ein Kommando und gegebenenfalls ein paar Parameter übertragen.

Interessanter wird schon werden, dem aktuellen s3c-fb beizubringen bei Änderungen des Framebuffers, diese automatisch an den K1900 zu übermitteln. Im Originalcode wurde dieses Update ja von der Anwendungssoftware ausgelöst.

Und an die notwendige Konvertierung der RBG-Farben in Graystufen möchte ich noch gar nicht denken :-)


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