Oyo 2 im Detail

Geschrieben von MMind am Samstag, 18. Februar 2012 in Oyo

Seit einer Woche bin ich ja im Besitz eines Oyo 2 — Zeit also, für ein paar mehr Details dazu.

Äusserlichkeiten

Die meisten Dinge zum äusseren Eindruck habe ich ja bereits Ende November geschrieben. Nach längerem Gebrauch kann ich nur beklräftigen, dass mir die Form, Plastiksorte und Haptik sehr gut gefallen und ich ertappe mich gelegentlich dabei, wie einfach mal über ihn streiche :-) . Man kann also sagen, da hat sich jemand Mühe gegeben. Nur das Gewicht ist etwas bedenklich, denn im Vergleich zur Konkurrenz ist er schon eine ganze Ecke schwerer.

Der verbesserte Kontrast ist auch deutlich zu sehen und steht einem Pearl-Display meiner Meinung relativ wenig nach. Besonders deutlich wird die Verbesserung sichtbar, wenn ein Oyo 1 daneben liegt, wobei mich das Oyo-1-Display auch nie in einem so hohen Maße gestört hat.

Die inneren Werte

Meine erste Handlung — noch vor dem ersten Einschalten — war natürlich, den Oyo 2 auf zu machen und einen Blick ins Innere zu werfen. Und siehe da, alle meine Theorien vom August letzten Jahres treffen zu.

Im ersten Augenblick sind erstmal gar keine Unterschiede zu erkennen, denn diese offenbaren sich erst bei genauerem Hinsehen.

Oyo 2 und 1 nebeneinander
Oyo 2 links und Oyo 1 rechts — die Ähnlichkeit ist sehr gut zu erkennen.

So ist zum Beispiel der große Schild, unter dem Prozessor und RAM sitzen um 180 Grad gedreht — zu erkennen an den Öffnungen. Dort hat sich also am Layout etwas geändert. Da sich der Prozessor immer noch als S3C2416/S3C2450 meldet, dürfte dies das vermutete Upgrade auf die S3C2450-Variante sein. Der Audio-Codec ist nun kein ALC5624 von Realtek mehr, sondern ein ALC5626 — war vermutlich günstiger zu beschaffen.

Eine große Änderung, mit der ich jetzt nicht unbedingt gerechnet hatte, versteckt sich unter dem Touchscreen-Controller (orange Folie im oberen Teil). Statt des AUO-K1900 kommt nun sein Nachfolger der K1901 als Displaycontroller zum Einsatz. Worin die Unterschiede oder Verbesserungen genau bestehen muss ich noch ergründen, auf alle Fälle haben sich einige der Kommandos zu Ansteuerung geändert. Interessant ist aber, dass dies nun der Chip ist, mit dem die Amazon-Entwickler zu irgend einer Zeit mal experimentiert haben. Das heißt ich kann auch dort spicken gehen.

Startversuche

Durch die Ähnlichkeiten der Hardware lag es nahe, dass sich auch an der Software wenig ändern würde. Mein Debian-System konnte ich auch ohne Probleme über die immer noch existierende Dual-Boot-Möglichkeit starten. Durch den geänderte Display-Controller war zwar erstmal nichts zu sehen, aber ich konnte ohne Probleme über die USB-Verbindung per SSH auf den Oyo-2 zugreifen.

Die letzten Tage war ich also damit beschäftigt den K1901 zum Reden zu bringen. Hilfreich war dabei, dass in den Kernelquellen vom Oyo 1 ein Überbleibsel des K1901-Treibers vergessen wurde (drivers/video/epaper_g1v1.c) und sich auch nur einige der Anzeige-Kommandos geändert haben.

Oyo 2 mit E17

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