abootimg - Android-Boot-Images bearbeiten

Geschrieben von MMind am Sonntag, 20. Februar 2011 in Toshiba AC100

Beim Starten laden Android-Geräte ein sogenanntes Boot-Image aus einem Flash-Speicher. Dabei handelt es sich um ein Konglomerat aus einem Kernel, einer Ramdisk, einem optionalen weiteren Bootloader und den Kommandozeilen-Parametern die dem Kernel übergeben werden sollen.

Das offizielle Tool zum Erstellen dieser Images im Android-Projekt ist mkbootimg. Dieses kann aber Boot-Images nur erstellen, jedoch nicht wieder auseinander nehmen.

Hier kommt abootimg ins Spiel. abootimg ist im Umfeld der AC100-Entwickler enstanden, da auch für diesen solche Boot-Images notwendig sind und bietet funktionen die weit über mkbootimg hinausgehen.

Es kann nicht nur Images erstellen, sondern diese auch wieder auspacken und auch einzelne Komponenten in bestehenden Images ersetzen.

Um Ordnung zu schaffen und nicht mehr Boot-Images im git-Verzeichnis von abootimg auszupacken hab ichs einfach mal paketiert. Es ist momentan noch im sogenannten »new«-Bereich von Debian, sollte aber hoffentlich demnächst im Paketpool auftauchen.

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Zwischenfazit zum Toshiba AC100

Geschrieben von MMind am Sonntag, 30. Januar 2011 in Toshiba AC100

So, ein Debian läuft erstmal — und das auch eigentlich ganz zügig sogar mit einer KDE als GUI. AC100 mit Debian Squeeze und einer KDE In meinem aktuellen Setup verwende ich ein Debian-Squeeze (Testing) sowie einen Kernel 2.6.29 (im 2011-01-16-Verzeichnis) der auf dem Toshiba-Kernelcode basiert. Wie auf dem Foto zu sehen, funktionieren die grundlegenden Sachen. Der WLan-Chip will noch nicht so richtig und an die über den einfach Framebuffer hinausgehende Unterstützung des Grafikchips braucht man auch erstmal gar nicht zu denken.

Ansonsten läuft das System aber angenehm zügig und für den primären Verwendungszweck als Buildhost ist auch alles Notwendige vorhanden.

Kernel-Situation

Während der letzten Tage habe ich mich auch etwas in die aktuelle Situation rund um den Kernel eingelesen.

Es gibt von Toshiba verschickte Kernelquellen, basierend auf einem 2.6.29er Kernel. An diesem Kernel haben dann einige Entwickler weiter rumgebastelt — das Ergebnis ist auf gitorious zu besichtigen.

Daneben gibt es noch den Versuch den AC100-Code (Codename ist paz00) auf einen aktuelleren Kernel zu portieren. Zur Zeit ist dies ein 2.6.36.

Das Hauptproblem ist momentan die komplett umgebaute Tegra-Architektur in neueren Kerneln, die nur noch recht wenig dem Code im Toshiba-Kernel ähnelt. Dabei ist fehlt unter anderem auch der Code des »Embedded Controllers« komplett, der für so unwichtige Sachen wie Tastatur- und Trackpad-Unterstützung verantwortlich ist. Es gibt in marvin24s-kernel zwar bereits ein Grundgerüst für den nvec-Treiber, es muss aber noch ein Entwickler diesen »stub« mit Code befüllen. Bei meinem ersten heutigen Versuch mit dem 2.6.36 hat er auch nicht mal die SD-Karte gefunden.

Wie weiter?

An dieser Stelle wäre es schön den AC100 so richtig zum mobilen Begleiter hochzurüsten — also Toshibas Werbespruch mit Leben zu füllen. Die Tegra2-Plattform selbst fühlt sich nämlich richtig flink an. Beim Design der Hardware möchte ich mich auch direkt Engadget anschliessen, die den AC100 als »downright sexy« bezeichnet haben — er sieht schon richtig schick aus.

Es scheint aber so, dass Toshiba den AC100 bereits abgeschrieben hat. Es gibt (vermutlich »gab«) auch ein Blog von Toshiba zum AC100 auf dem sich aber seit Mitte Dezember nichts mehr getan hat. Auch in den eigenen Foren hüllt sich der Hersteller zu den immer wieder versprochenen Updates in Schweigen.

Da es auch so scheint, dass die Entwickler-Gemeinde, für das spezielle Tegra-Modell, recht überschaubar ist wäre es natürlich schön wenn seitens Toshiba weiterer Code nachgereicht würde, der gegebenenfalls sogar den nvec in neueren Kerneln implementieren würde.

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Noch ein Spielzeug

Geschrieben von MMind am Donnerstag, 27. Januar 2011 in Geräte, Toshiba AC100

Beim (Abverkaufs-)Preis von 200 EUR konnte ich dann nicht widerstehen und hab mir noch ein Spielzeug zugelegt — einen Toshiba AC100.

Toshiba AC100 vor Thinkpad R500
der Kleine im Vordergrund

Die Hardware ist ein NVida Tegra, das heißt auch ARM-basiert, mit einem Cortex A9 1GHz Dual-Core ARM7-Prozessor. Dazu 512MB Arbeitsspeicher und 8GB Flash. Besonders interessant: das Gerät hat überhaupt keine beweglichen Teile — auch keinen Lüfter — was dafür sorgt dass er keinerlei Geräusche von sich gibt.

Warum aber irgendwer auf die Idee gekommen ist dort ein Android drauf zu tun erschließt sich mir nicht, denn das funktioniert rein gar nicht, da die Bedienkonzepte eigentlich viel zu verschieden sind.

Es soll mich aber auch nicht weiter stören, da der Kleine dann sowieso ein Debian verpasst bekommt. Es gibt da so einige Projekte und Resourcen, die sich damit beschäftigen dem AC100 ein ordentliches Betriebssystem zu verpassen.

Aber was will ich eigentlich mit dem Gerät? Es soll, dank seiner ARM-Architektur, eine ganz spezielle Lücke füllen, die in Verbindung mit den anderen Geräten ensteht und über die ich nochmal getrennt schreiben werde. Und ansonsten ist die Kiste mit seinen 3-6W Stromverbrauch einfach mal ziemlich sparsam und sollte demzufolge ziemlich lange durchhalten.

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